Kathodischer Korrosionsschutz
Vom Parkhaus bis zur industriellen Anlage, von der Brücke bis zur Wasserversorgung: Beton ist aufgrund seiner hervorragenden spezifischen Eigenschaften wie Beständigkeit, Belastbarkeit und Formbarkeit weltweit Baustoff Nummer eins. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Allerdings garantieren selbst Stahlbetonbauwerke keine unbegrenzte Lebensdauer. Erstens sind die Konstruktionen in jüngster Vergangenheit filigraner und dadurch empfindlicher geworden. Zweitens wird die Bausubstanz durch äußere Einflüsse immer mehr beansprucht. Insbesondere aggressive Stoffe wie Chloride in Tausalzen und andere korrosionsfördernde Stoffe setzen ihr zu.
Korrosion: Das Problem
Grundsätzlich ist Stahl im Beton vor Rostangriffen geschützt. Dank des hohen ph-Wertes von Beton, der für eine dünne, aber stabile Oxidschicht auf der Oberfläche des Metalls sorgt. Doch wenn Chloride durch Risse und Poren in den Beton eindringen, ist auch dieser Schutzfilm machtlos, dann beginnt die Korrosion. Dies kann die Bewehrung innerhalb kürzester Zeit schwerwiegend schädigen. Für die Sanierung war bislang massiver Aufwand erforderlich: Parkhäuser, Tunnels und Brücken mussten gesperrt und aufwändig abgestützt werden. Anschließend wurde der Beton großflächig bis hinter die Bewehrung abgetragen.
Kathodischer Korrosionsschutz: Die Lösung
Mit unserer innovativen Technologie liefern wir Ihnen eine scharfe Waffe im Kampf gegen Korrosion. Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) ermöglicht es, das geschädigte Bauwerk bei laufendem Betrieb instandzusetzen.
Das schont das Kostenbudget. Außerdem ist KKS ein echter Langzeitschutz, der die Entstehung und Ausbreitung von Korrosion dauerhaft stoppt. KKS ist eine ebenso alte wie junge Technologie. Bereits 1824 praktizierte die britische Admiralität dieses Verfahren, um Kriegsschiffe gegen Korrosion zu schützen. Bei der Sanierung von Stahlbetonbauwerken mithilfe von KKS handelt es sich hingegen um eine hochmoderne Lösung, die in jüngster Zeit eine rasante Entwicklung genommen hat und große Zukunftschancen besitzt.
Ebenso wie die Korrosion selbst basiert KKS auf elektrochemischen Reaktionen. In diesem speziellen Verfahren wird auf der vorbereiten Betonoberfläche eine Anode
(z. B. aus Titan/Mischmetalloxid als Gitter) angebracht, in eine Mörtelschicht einge-bettet und über eine Gleichrichtereinheit (Fremdstrom) mit der vorhandenen Bewehrung verbunden. Der von der Anode zur Bewehrung fließende Schutzstrom verhindert die weitere Korrosion der im Beton eingebetteten Bewehrung. Alle Arbeiten werden strengstens nach dem Regelwerk DIN EN 12696 ausgeführt und mittels eines Monitoring-Systems überwacht.
Was im europäischen Ausland bereits seit Jahrzehnten eingesetzt wird findet in den vergangenen Jahren auch in Deutschland immer mehr Akzeptanz. So konnte Massenberg bereits an verschiedenen Parkhäusern und Tiefgaragen, ebenso wie an Brückenbauwerken die umfangreichen Erfahrungen unserer Mitarbeiter unter Beweis stellen.
